Eiserne modische Grundsätze sind für viele Gelegenheiten ein probates Rüstzeug. Aber ausgerechnet bei der Wahl des richtigen Sommerkleids bieten sie nicht immer eine tragbare Lösung. 


Karl Lagerfelds Verdikt, dass eine Frau in einem kleinen Schwarzen „nie over- oder underdressed sein kann“, wäre zum Beispiel so einer. Für einen längeren Urlaub an der Côte, am Atlantik oder Pazifik erscheint dieser gutgemeinte Rat, wenig praktikabel. Dennoch wirft er eine interessante Frage auf: Gibt es eigentlich so etwas wie das „kleine Schwarze“ für den Strand?
Auf der Suche nach einer passenden Antwort sind wir auf ein raffiniert einfaches Stück (Seiden-)Stoff gestossen, dass Damen und übrigens auch Herren auf Bali (wie anderswo z.B. in Thailand) gleichermaßen gut kleidet: Den Sarong. Eine Art Wickelrock, den man als praktisches und zugleich zeremonielles Kleidungsstück tragen kann. Und das, je nach Laune, Ritus oder handwerklicher Geschicklichkeit, auf die unterschiedlichste Art gebunden werden kann.
Die Vorstellung, das ein einfaches Stück Tuch – sei es nun aus Seide oder von der Stange – sich passend zu jedem Anlass in ein maßgeschneidertes (Bein-)Kleid verwandeln (bzw. wieder zurückverwandeln) lässt, stellt unsere westliche Auffassung von Maßkonfektion einigermaßen auf den Kopf. Es stellt angesichts der natürlichen Grenzen, die dem Reisegepäck gesetzt sind, aber auch einen veritablen „fashion life hack“ dar, der im Koffer mehr Raum für Urlaubs-Mitbringsel lässt.
Bevor sich der Sarong jedoch in der Herrengarderobe durchsetzt, dürfte einige Zeit vergehen. Auf David Beckhams exzentrischen Alleingang, das Kleidungsstück in unseren Breiten salonfähig zu machen, reagierte die Presse (zumindest der Rupert Murdoch verpflichtete Teil) mehr als zugeknöpft und mokiert sich hinter der Hand noch heute gern über seinen Auftritt in „THAT Sarong.“ Aber dies mag wohl eher der Tatsache geschuldet sein, dass Männer südlich von Schottland, Wickelröcken von Natur aus skeptisch gegenüberstehen.
John Hetherington, ein ähnlich junger Wilder, der im Januar 1797 in London zum ersten Mal eine unkonventionelle Hut-Kreation zur Schau trug, erging es übrigens deutlich schlechter. Der Hut-Macher wurde zu 500 Pfund Strafe verurteilt wurde, da bei seinem ersten öffentlichen Auftritt mehrere Damen in Ohnmacht fielen, Passanten ein Pfeifkonzert begannen, Hunde entsetzlich gejault haben sollen (sic!) und ein Junge sich in dem allgemeinen Towawohuu den Arm brach. Was für den Sarong und die Männerwelt allerdings noch hoffen lässt – Stein des damaligen Anstoss war ein heute überall bekanntes Kleidungsstück: Der Zylinder.
Auf die Begeisterung in der Damenwelt über die Vorzüge des Sarong wird man sicherlich keine 200 Jahre warten müssen. Denn wer einmal die fließenden Seidenstoffe von Monika Drossbach in der Hand gehabt hat, weiß, dass für die Strandmode das gleiche gilt, wie für Accessoires und alles andere auch:
„It’s all about getting the essentials right.“

 

 

 SUPERDUPER HUT CHANTEUSE BY TRUFFLEDIGGER

Hut „Chanteuse“, SuperDuper Hats

Das Credo von SuperDuper ist ganz einfach: Erst wenn die Hersteller von ihrer eigenen Kreation so überzeugt sind, dass sie diese selber tragen würden, geht sie in Produktion. Bei diesem Modell ist es ihnen unzweifelhaft leichtgefallen.

235 EUR

 

Sonnenbrille „October, honey“, L.G.R

Sonnenbrille „October, honey“, L.G.R

Handgemachte Sonnenbrillen, die selbst Träger einer Persol die Augenbraue heben lassen, gibt es nicht viele. Hier eines der schönsten Exemplare aus unserer Kollektion.

210 EUR

 

 Bronze-Armreif „Fabrique“, Giulia Barela

Bronze-Armreif „Fabrique“, Giulia Barela

Wie die Sarongs, so haben auch die handgearbeiteten Bronze-Schmuckstücke von Giulia Barela ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter. Dieser wird geprägt durch den ungleich sanft schimmernden Farbton, der mit Silber oder Gold kaum möglich wäre.

419 EUR

 

 Seiden-Sarong, handgemacht, Monika Drossbach

Seiden-Sarong, handgemacht, Monika Drossbach

Seiner Natur nach ein Tuch, seiner Wickeltechnik nach stilvolle Strandbekleidung oder nicht minder stilvoller Rock für den Abend. Kurzum, ein bemerkenswert universelles Kleidungsstück, für das in jedem Reise-Koffer noch Platz sein sollte.

149 EUR

 

ASPIGA BEUTELTASCHE MIT HANDBESTICKTEN PERLEN

Kleiner Beutel, handgemacht, Aspiga

Zauberhaftes Accessoire für den Abend. Eine Pouch, in der sich von Lippenstift über Schminkspiegel, Kreditkarte und Schlüssel so ziemlich alles unterbringen lässt. Die langen Bänder erlauben es übrigens, die Pouch auch über die Schulter zu tragen. Was nach einem Dinner im Nachtclub bzw. beim Tanzen durchaus seine Vorzüge hat.

129 EUR

 

 ASPIGA HANDGEMACHTE LEDERSANDALEN ZANZIBAR

Leder-Sandale „Zanzibar“, AspigaSchuhe,

die „fair trade“ hergestellt werden, sind selten so schön wie diese. Weshalb es sich fast von selbst verbietet, diese als Flip-Flop zu bezeichnen. Was streng genommen auch falsch wäre, denn der gemeine Flip-Flop ist aus Plastik und wasserunempfindlich. Folgerichtig müsste es eigentlich „Zehentrenner“ heißen, was uns aber nie über die Lippen kommen würde. Also belassen wir’s bei Leder-Sandale und hoffen, dass Ihnen das Modell so gut gefällt, wie uns.

85 EUR