Man könnte fast meinen, es wäre purer Zufall gewesen: Aber wie aus ein paar Vintage-Sonnenbrillen der 30er Jahre L.G.R Sonnenbrillen wurden, hat auch mit einem Kontinent zu tun, der für uns in Vielerlei Hinsicht stilprägend ist: Afrika.

Afrika hat – manch Ungemach zum Trotz – schon immer eine besondere Faszination auf Reisende und Entdecker ausgeübt. Im Falle von Lucca Gnecchi Ruscone war es aber noch etwas anderes: Ein Stück Familiengeschichte.
Luccas Großvater, arbeitete als Fotograf im Auftrag des instituto ottico in Asmara, Eritrea. Später eröffnete er dort ein kleines Geschäft, in dem er Filme entwickelte, Leicas verkaufte und Sonnenbrillen anbot.
Eigentlich ein wunderbares Leben, in dem Land das er liebte. Doch Mitte der 70er Jahre veränderte der Bürgerkrieg alles. Raffaelo Bini musste Eritrea verlassen und durfte nur mit einem Koffer nach Italien zurückkehren. Aber, wie nicht so oft im Leben, nimmt die Flüchtlingsgeschichte eine glückliche Wendung.
Bini erhält 2005 die Erlaubnis, nach Asmara zurückzukehren, um seinen Besitz zu ordnen. Sein Neffe Lucca Gnecchi Ruscone entdeckte darunter eine kleine Schachtel mit einer Reihe stilvoller Relikte: Vintage-Sonnenbrillen aus den 30er Jahren. Dies war der Startschuss zu einem der vielleicht ungewöhnlichsten Brillenunternehmen: L.G.R.
Die Modelle, inspiriert von den AMREF Flying Doctors, dem Modefotografen Mario Testino und exklusive Beach- bzw. Ski-Clubs, werden von kleinen italienischen Manufakturen in aufwändiger Handarbeit hergestellt. Die Gestelle bestehen aus Cellulose Acetat, das zu einem der ältesten thermoplastischen Kunststoffe gehört. Das Material bleibt wesentlich länger flexibel als herkömmliche Acetat-Varianten und sorgt für die charakteristisch schöne Maserung. Wie man sieht, hat Ruscone offenbar den Rat des Kunsthistorikers John Ruskins beherzigt: „Qualität ist kein Zufall, sie ist immer das Ergebnis angestrengten Denkens.“
Das Beste jedoch ist: Trotz all der Vorzüge, die selbst einen Persol-Träger anerkennend die Augenbraue hochziehen lässt, sind die Brillen nach wie vor ein „uniquer“ Geheimtipp.
Obwohl wir heute im „global village“ leben, hat der schwarze Kontinent für uns Europäer immer noch eine Reihe weißer Flecken. Die wenigsten von uns kennen z.B. die bemerkenswerte Kelim-Kultur im Norden. Oder die ausgeklügelte Kleiderordnung der Massai, in der die Farben der Perlen etwas über den gesellschaftlichen Rang der betreffenden Person aussagen. Rot steht z.B. für Stärke und Herausforderung, blau für Energie. Orange für Freundschaft und Gelb für Fruchtbarkeit und Wachstum. (Eine kleine Referenz dazu bieten die Sachen Aspiga die wir schon im Blog vom 5. Mai 2015 vorgestellt haben.((Link möglich?))
Auch den Sammlern von Tribal Art sind in der Regel nur die abstrakten Kult-Objekte ein Begriff, jedoch nicht die Ton-Büsten aus dem Niger, die mit ähnlichen Perlen wie denen der Massai verziert werden.
Aber, und da schließt sich dann doch der Kreis im „Village“: Mit „Inspired by Africa“ setzt L.G.R etwas fort, das für die moderne Kunst – denken Sie nur an Picasso*, Matisse oder die Brück-Maler – wahrscheinlich genauso wichtig ist, wie für vieles andere auch, in Mode oder Design – und das letzten Endes auch für Truffledigger gilt:
Entdecken ist eben doch schöner als Erfinden.


* Falls Sie mögen: Will Gombertz, der BBC Arts Editor, beschreibt diesen „Big Bang“ der Kunstgeschichte wunderbar leichtfüssig in „What are you looking at?“. Hier nur so viel: „Picasso’s meeting with the masks caused one of the most fundamental shifts of all ... Les demoiselle d’Avignon is the painting that led to Cubism (...), abstract art and much much more.“

 

 

 Herren-Sonnenbrille „Luanda“, L.G.R

Herren-Sonnenbrille „Luanda“, L.G.R

Retro trifft Hightech: Über die Form muss man nicht viele Worte verlieren, über den Werkstoff Cellulose Acetat, nur soviel: Er zählt zu den ältesten erprobten thermoplastischen Kunststoffen. Und die speziell gehärteten Gläser von Zeiss sorgen für optimalen UV-Schutz. 

175 EUR

 

Damen-Sonnenbrille „Keren“, polarisierende Gläser, L.G.R

Damen-Sonnenbrille „Keren“, polarisierende Gläser, L.G.R

Auch wenn es aus unserer Sicht eine Unisex-Brille ist: Die polarisierenden Gläser unterdrücken lästige Reflexionen und lassen die Farben satter erscheinen. Mit guten Gewissen unsere Empfehlung auch für die Ski-Saison.

240 EUR

 

 Wildlederslipper, handgemacht, Marokko

Wildlederslipper, handgemacht, Marokko

Bequeme weiche Schuhe für den (Spät-)Sommer: Hier kommen welche mit Ledersohle. Und nicht wie üblich aus Gummi. Für die Puristen unter uns.

89 EUR

 

 AFRIKANISCHE GLASPERLEN-TONKOPF-SKULPTUR

Ton Büste, Niger

Für Liebhaber von Tribal Art diesmal ein Exemplar, dass sich durch kunstvollen Perlenbesatz von den üblicherweise aus einem Stück gearbeiteten Masken und Büsten merklich abhebt.

59 EUR

 

ASPIGA HANDGEMACHTE LEDERSANDALEN NGAO

Leder-Sandale „Ngao“, Aspiga

Dezenter Minimalismus. Das Blau steht in der Welt der Massai für Energie, Substanz und, wen wundert’s, Himmel. Das Rot für einen Krieger. Für einen entspannten und energischen Auftritt also gleichermaßen geeignet.

91 EUR

 

 TALBOT RUNHOF CLUTCH FILAMENT PUMPKIN

Pumpkin, Clutch Talbot Runhof

Ein wunderbares Beispiel dafür, wie wir uns die strengen geometrischen Formen, die man oft in afrikanischen Stoffmustern, auch die Designer bei uns beeinflussen.

469 EUR 

 

WEISSE LEINEN-TUNIKA MIT BORDÜRE UND STICKEREI

Tunika, Marokko

Leichter Baumwollstoff für heiße Sommetage mit zauberhafter Stickerei und Stehkragen. Handgearbeitet.

89 EUR 

 

KELIM MAROKKANISCHER TEPPICH BLAU

Teppich, Agavenseide, Marokko

Die Einflüsse der Farben und Formensprache auf die moderne Kunst (z.B. Paul Klee) sind unübersehbar. Die Haltbarkeit und die Leuchtkraft, der aus der Agave versponnen Fasern wie die Strapazierfähigkeit übrigens auch.

360 EUR

 

ASPIGA BUNT HANDBESTICKTER LEDERGÜRTEL CIRCLES

Ledergürtel, Aspiga

Mit dem kleinen Perlenbesatz ein wunderbarer Baustein für die sommerliche Garderobe.

95 EUR

 

SAFE-T FEUERLÖSCHER GIRAFFE

Feuerlöscher, SAFE T

Im Giraffen-Look. Vollfunktionsfähig erfüllt er den Sicherheitsstandard. Und ist zu dem ein kultiges Geschenk nicht nur für einen selber.

99 EUR